02. Februar 2019 „Brauchen wir eine neue Aufklärung?“ Ref.: Dr. Wolfgang Kreis

Zu ihrem 277. Stiftungsfest veranstaltet die Loge „Archimedes zu den drei Reißbretern“ in Altenburg am 02. Februar 2019 um 19:30 Uhr einen öffentlichen Vortrag im Altenburger Logenhaus.

Dazu wird sehr herzlich eingeladen. Der Referent stellt seinen Vortrag unter das Thema: „Brauchen wir eine neue Aufklärung?“

Das Zeitalter der Aufklärung bezeichnet eine Epoche in der geistigen Entwicklung der westlichen Gesellschaft im 17. bis 18. Jahrhundert, die besonders durch das Bestreben geprägt ist, das Denken mit den Mitteln der Vernunft von althergebrachten, starren und überholten Vorstellungen, Vorurteilen und Ideologien zu befreien und Akzeptanz für neu erlangtes Wissen zu schaffen.

Der Redner geht in seinem Vortrag auf die Geschichte der europäischen Aufklärung ein und beleuchtet, welche Umstände dazu führten bzw. deren Auslöser waren. Weiterhin wird aufgezeigt, welche Folgen die Aufklärung für die Steinmetzbruderschaften und Freimaurer hatte.

„Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“ Diese Forderung Immanuel Kants (1724-1804) hat auch in heutiger Zeit an Dringlichkeit nicht verloren. Denn wie sieht unsere heutige Gesellschaft aus Sicht der europäischen Aufklärung aus? Was ist zu tun, um den Ideen der Aufklärung in der heutigen Zeit gerecht zu werden? Das sind Fragen, die ebenfalls erörtert werden.

Der Referent des Abends, Dr. Wolfgang Kreis (* 1963 in Saarbrücken), ist Diplom-Ingenieur der Elektrotechnik und selbständiger Kommunikationstrainer und Coach. Er promovierte u. a. an der Université Louis Pasteur in Strasbourg zum Docteur ès Science. Er ist Inhaber von Kreis Training & Coaching und einer Agentur für Wissenschafts-Beratung im Coaching in Saarbrücken. Er ist Heilpraktiker f. Psychotherapie und betreut Studierende des Fachbereiches Personal- und Business-Coaching. Er war Stuhlmeister der Loge „Bruderkette zur Stärke und Schönheit“ i. Or. Saarbrücken und ist seit 2014 Großredner der Großloge.

Wie stets nach einem öffentlichen Vortrag können sich die interessierten Besucher im Gespräch mit dem Referenten oder den Logenmitgliedern über das Gehörte austauschen und bei einem Gläschen Wein oder Saft den Abend ausklingen lassen.

Weitere Informationen und interessante Links finden Sie auf der Homepage der Altenburger Loge: www.loge-altenburg.de

Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.

13.Juni 2018 „Herzog Ernst II. im 1. Weltkrieg – Vom Schützengraben ins Waldidyll“ Ref.: Uwe Gillmeister

Am Mittwoch, den 13. Juni 2018 lädt die Loge „Archimedes zu den drei Reißbretern“ in Altenburg zu einer öffentlichen Veranstaltung ein.

Um 19:30 Uhr wird in den Räumen der Altenburger Loge im Johannisgraben 12 (Logenhaus) Herr Uwe Gillmeister einen Vortrag über Herzog Ernst II. halten. Dieses Angebot dürfte besonders für diejenigen Besucher von Interesse sein, die den Vortrag im Januar auf dem Altenburger Schloss nicht besuchen konnten.

Das Thema des Abends, „Herzog Ernst II. im 1. Weltkrieg – Vom Schützengraben ins Waldidyll“ lässt schon ahnen, dass hier ein Lebensweg nachgezeichnet wird, wie er gegensätzlicher kaum denkbar ist. Vor 100 Jahren endete der 1. Weltkrieg, diesen Tatbestand ins Auge fassend umschreibt Uwe Gillmeister seinen Vortrag:

„Ohne eine wissenschaftliche oder politische Wertung vornehmen zu wollen werde ich den Weg des Menschen, des Herzogs und des Generals der Infanterie in den Krieg, an die Front aufzeigen und schildern, wie er sich von der Front zurückzog und wie sich sein Leben ohne Kriegsgetön danach darstellte. Dabei werde ich auch und insbesondere auf seine Vorlieben im waldreichen Westkreis des Herzogtums Sachsen-Altenburg eingehen.“

Der Referent Uwe Gillmeister dürfte für viele Altenburger kein Unbekannter sein. Seit Jahrzehnten forscht er über Ernst II. von Sachsen-Altenburg und seine Familie.

Er ist Mitglied im Altenburger Schlossverein, dem Förderverein Schloss Hummelshain und zukünftig auch der Vereinigung „Fürstenstraße der Wettiner“.

In seinen diversen Ausstellungen, Publikationen und Vorträgen kann er aber auch auf den großen Fundus seiner Interessengebiete, wie z. B. Studentengeschichte, Straßenbahngeschichte, Baugeschichte, zurückgreifen.

Freuen Sie sich also auf einen unterhaltsamen, mit viel Bildmaterial angereicherten Vortrag. Außerdem kann bei dieser Gelegenheit das Buch von Uwe Gillmeister „Vom Thron auf den Hund“ käuflich erworben werden.

Wie stets nach einem öffentlichen Vortrag können sich die interessierten Besucher im Gespräch mit dem Referenten oder den Logenmitgliedern über das Gehörte austauschen und bei einem Gläschen Wein oder Saft den Abend ausklingen lassen.

Weitere Informationen und interessante Links finden sie auf der Homepage der Altenburger Loge: www.loge-altenburg.de

 

Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.

 

03.Februar 2018 „Freimaurerei zwischen Mystik und Moderne“ Ref. Axel Pohlmann

Für Sonnabend, den 03.Februar 2018 lädt die Loge „Archimedes zu den drei Reißbretern“ in Altenburg um 19:30 Uhr zu einem öffentlichen Vortrag ins Logenhaus (Johannisgraben 12) ein. Das Thema des Abends steht unter der Überschrift

„Freimaurerei zwischen Mystik und Moderne“

Das Jahr 2017 war für die Altenburger Loge ein ganz besonderes Jahr, denn am 31.01.1742, also vor 275 Jahren, wurde in Altenburg die Loge in Arbeit gesetzt. Mit vielen öffentlichen Veranstaltungen, erinnert sei an Konzerte, Vorträge und an den Festabend im April 2017, würdigte die Loge dieses Ereignis. Mit dem öffentlichen Vortrag am 03.02.2018 soll quasi der Schlusspunkt des Festjahres gesetzt werden.

Dem Thema des Abends entsprechend soll, gleichsam zusammenfassend, die Vielfalt und die Spannbreite freimaurerischen Denkens und Handelns aufgezeigt werden. Es gilt, einen Zeitraum von ca. 1000 Jahren zu beleuchten auch wenn die Freimaurerei, so wie sie sich heute darstellt „erst“ 300 Jahre alt ist.

Die Freimaurerei ist eine in England zu Beginn des 18. Jahrhunderts entstandene Vereinigung, die auf den Steinmetzlogen früherer Jahrhunderte aufbaut und sich in wenigen Jahrzehnten zu einer weltweiten Bruderschaft entwickelte. Parallel zur politischen, wirtschaftlichen und philosophischen Entfaltung in Europa war sie im Wesentlichen ein Kind der Aufklärung. Ihre Ideale sind eine an sittlichen Normen orientierte Lebensführung, Toleranz und Brüderlichkeit – eine moralische Internationale.

Etliche Neugründungen und Reaktivierungen von Logen besonders auch in den neuen Bundesländern zeigen, dass Freimaurerei auch in der heutigen Zeit ein gesuchtes Forum ist um in geschützten Räumen, eben den Logen, mithilfe von Symbolen und Ritualen den einzelnen Menschen zum Baustein einer ideal vorgestellten Gemeinschaft zu machen.

Mit Axel Pohlmann, Jahrgang 43 und Jurist in Dortmund, konnte ein Referent gewonnen werden, der freimaurerisches Gedankengut und juristisches exaktes Denken seit über 40 Jahren glücklich mit einander verbinden kann.

Nach seiner Aufnahme in eine Dortmunder Loge 1974 ist er seit 1978 in verschiedenen Funktionen in der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland und den Vereinigten Großlogen von Deutschland tätig, zuletzt war er von 2011 – 2015 Großmeister der GL AFuAMvD. Axel Pohlmann hatte entscheidenden Anteil daran, dass es zur Reaktivierung der Altenburger Loge kam und die Rückübertragung des Logenhauses erfolgreich bewerkstelligt werden konnte.

Und was ist nun das Geheimnis der Freimaurerei?

Fragen sie den Referenten ……, denn wie stets nach einem öffentlichen Vortrag können sich die interessierten Besucher im Gespräch mit dem Referenten oder den Logenmitgliedern über das Gehörte austauschen und bei einem Gläschen Wein oder Saft den Abend ausklingen lassen.

 

Pressemitteilung vom 27.01.2018 im Kurier

KURIER vom 27.01.2018

 

 

Quelle: KURIER vom 27.01.2018, Seite 17

25.10.2017 „Jenseits von Eden? – Die Autonomie des Menschen und die Verantwortung Gottes“ Ref. Pfarrer Andreas Gießler

Für Mittwoch, den 25.Oktober 2017 lädt die Loge „Archimedes zu den drei Reißbretern“ in Altenburg um 19:30 Uhr zu einem öffentlichen Vortrag ins Logenhaus (Johannisgraben 12) ein. Das Thema des Abends lautet:

„Jenseits von Eden? – Die Autonomie des Menschen und die Verantwortung Gottes“

275 Jahre Freimaurerei in Altenburg, 300 Jahre Freimaurerei in Europa und 500 Jahre Reformation; diese Jubiläen sind ein guter Anlass um Gedanken über „Gott und die Welt“ auszutauschen.

Wohlgemerkt, es geht an diesem Abend nicht darum herauszufinden, welche Religion oder welche Gesellschaftsform die einzig wahre ist. Vielmehr wird der Referent des Abends, Herr Pfarrer Andreas Gießler aus Altenburg eine Fragestellung beleuchten, die jeden Menschen, egal ob er Atheist oder religiös geprägt ist, interessieren sollte. In Anbetracht des Leids und der Katastrophen in dieser Welt, fragen Menschen häufig nach der Verantwortung und verschiedene Erklärungsversuche stehen sich dann oft gegenüber. Als evangelischer Theologe wird Herr Gießler in diesem Zusammenhang das Verhältnis zwischen Gott-Mensch-Schöpfung in den Vordergrund stellen.

Aber beziehen auch andere Religionen und ethische Verbände zu Leid und Katastrophen eine Position? Auch hierauf wird Herr Gießler kompetent antworten können, denn neben dem Theologiestudium in Erfurt studierte er auch Erziehungs- und Religionswissenschaft in Leipzig.

„Wehret dem Unrecht wo es sich zeigt, kehrt niemals der Not und dem Elend den Rücken, seid wachsam auf euch selbst“, diese Worte aus dem Ritual der Freimaurer umreißen in idealistischer Weise das Handlungsfeld eines jeden Menschen. Doch niemand kann alles Leid der Welt lindern und Katastrophen verhindern, aber um die Welt etwas menschlicher zu machen, daran können alle mitwirken.

Wie stets nach einem öffentlichen Vortrag können sich die interessierten Besucher im Gespräch mit dem Referenten oder den Logenmitgliedern über das Gehörte austauschen und bei einem Gläschen Wein oder Saft den Abend ausklingen lassen.

Weitere Informationen und interessante Links finden sie auf der Homepage der Altenburger Loge: www.loge-altenburg.de

Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.

14.06.2017 „Die sächsischen Großlogen nach 1918“

„Die sächsischen Großlogen nach 1918“

Am 14.Juni 2017 lädt die Loge „Archimedes zu den drei Reißbretern“ in Altenburg um 19:30 Uhr zu einem öffentlichen Vortrag ins Logenhaus (Johannisgraben 12) ein.

Das Jubiläum der Altenburger Loge ist ein guter Anlass um auch einmal jene Epoche näher zu beleuchten, die allgemein als die „dunkle Zeit“ bezeichnet wird. Was geschah aber wirklich in der Zeit der Weimarer Republik und wie versuchten die Logen zu überleben oder sich anzupassen, und gab es denn in der sowjetischen Besatzungszone und später in der DDR Versuche, ein Logenleben wieder aufleben zu lassen?

Fragen zu diesem Zeitabschnitt werden von Freimaurern erst in jüngster Vergangenheit wieder gestellt und die Freimaurerei tut sich mit der Beantwortung schwer. Denn wer gibt schon gerne zu, dass, wenn vielleicht auch unwissentlich, eventuell ein Pakt mit dem Teufel eingegangen wurde?

Mit Frau Dr. Franziska Böhl aus Leipzig hat die Altenburger Loge eine Referentin eingeladen, die genau diese Fragestellung zu ihrem Forschungsgegenstand gemacht hat.

Nach einem Studium der Mittleren und Neueren Geschichte, Soziologie und Religions-wissenschaft promovierte sie ab Ende 2010 am Historischen Seminar der Universität Leipzig bei Prof. Dr. Günther Heydemann, der zugleich langjähriger Direktor des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung der TU Dresden war. Zwischendurch absolvierte sie ein PR-Volontariat in Stuttgart, ehe sie dann Ende November 2016 ihre Doktorarbeit erfolgreich verteidigte. Aktuell arbeitet sie bei der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ in Leipzig als Mitarbeiterin für Politische Bildung.

Ihr Forschungsprojekt wird auf der Seite des Hannah-Arendt-Instituts der TU Dresden wie folgt beschrieben:

„Das Forschungsprojekt ‚Die sächsischen Großlogen nach 1918‘ befasst sich mit den Freimaurerlogen der Großen Landesloge von Sachsen und der Großloge „Deutsche Bruderkette“ als klassische bürgerliche Vereinigungen zwischen Demokratie und Diktatur(en). Konkret soll die Entwicklung der Logen bis zum Verbot der Freimaurerei von 1935 sowie dessen Auswirkungen behandelt werden. Während der Weimarer Republik gilt es, die unterschiedlichen Abwehrstrategien der Freimaurer gegen die Angriffe der völkischen und nationalsozialistischen Bewegung herauszuarbeiten. Nach 1933 konzentriert sich die Arbeit auf die verschiedenen Formen der Anpassung, die meist mit einer Umwandlung in sogenannte Christliche Orden und damit der offiziellen Loslösung von der Freimaurerei einherging. Nach dem Verbot soll das weitere Vorgehen der Nationalsozialisten gegen die Freimaurerei und die Eingliederung der einstigen Logenmitglieder in die NS-Gesellschaft behandelt werden. Zum Abschluss soll ein Exkurs über die sächsischen Freimaurer während der DDR folgen.“

Im Rahmen ihrer Arbeit hat sich Frau Dr. Böhl auch mit der Altenburger Loge beschäftigt. Sie wird Beispiele zeigen, wie sich die Auswirkungen der Weimarer Republik und NS-Zeit konkret in der Altenburger Loge darstellten.

Die Besucher dieser Veranstaltung dürfen also einen hoch interessanten Vortrag erwarten, der, obwohl er sich mit der Historie beschäftigt, Analogien zur heutigen politischen Landschaft zulässt und an Aktualität nichts verloren hat.

Wie stets nach einem öffentlichen Vortrag können sich die interessierten Besucher im Gespräch mit der Referentin oder den Logenmitgliedern über das Gehörte austauschen und bei einem Gläschen Wein oder Saft den Abend ausklingen lassen.

Weitere Informationen und interessante Links finden sie auf der Homepage der Altenburger Loge: www.loge-altenburg.de

Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.

07.04.2017 Geschichte einer verloren geglaubten Partitur “Lortzings Jubel-Kantate” Referent: Jens Oberheide

Lortzings Jubel-Kantate

 

Am 7. April ist sie im Landestheater Altenburg zu hören: Lortzings „Jubel-Kantate“ LoWV 49.

Am 07.04.2017, um 16:00 Uhr führt Jens Oberheide mit einem bebilderten Vortrag im Logenhaus Altenburg in dieses außergewöhnliche Werk ein.

Albert Lortzing (1801-1851) hatte die Kantate zum 100. Stiftungsfest der Freimaurerloge „Minerva“ in Leipzig im Jahre 1841 geschrieben. Die Uraufführung fand damals „unter Ausschluss der Öffentlichkeit“ (vor 700 Freimaurern) statt. Die öffentliche „Welturaufführung“ war erst 2014 möglich, nachdem die Partitur in Verlauf der wechselvollen Geschichte lange als „verschollen“ galt und zudem wegen ihres freimaurerischen Charakters als schwer zugänglich erschien.

Die Aufnahme des entdeckten Lortzing-Werkes in die Konzert-Programme unserer Tage belegt, dass dem Komponisten ein musikalisches Meisterwerk gelungen ist und dass die Textinhalte freimaurerisches Gedankengut allgemeinverständlich vermitteln können.

Jens Oberheide hat sich erfolgreich für die Wiederentdeckung der Partitur eingesetzt und in seinem Buch „Lortzings Jubel-Kantate“ (Salier-Verlag, 2014) nicht nur die abenteuerliche Geschichte der verloren geglaubten Partitur erzählt, sondern auch die symbolträchtigen freimaurerischen Texte „entschlüsselt“.

Die Einführung vermittelt interessante Zusammenhänge und bildet eine gut begehbare „Brücke“ zum Konzert im Landestheater.

 

39732543-00-00

 

Jens Oberheide: „Lortzings Jubel-Kantate“, Salier-Verlag, Leipzig, 2014,  € 14,90

ISBN 978-3-943539-28-8